Der bewachte Schatz

von Ronja Kuckshaus, Klasse 4b

Es begann an einem Nachmittag, als Lena und Laura von der Schule nach Hause gegangen waren. Sie mussten immer an einem Haus vorbei, dass sie die Gruselvilla nannten.
Das Haus hatte die beiden in den Bann gezogen. Sonst hatten sie immer einen großen Bogen um das Haus gemacht, aber jetzt wollten sie endlich wissen, wer darin wohnte. Manche meinten, das Haus wäre verlassen oder dass da Geister wohnten. Aber das machte es ja gerade so unheimlich und spannend.
Sie näherten sich dem Haus Schritt für Schritt. Sie hatten so große Angst, dass sie fast umkippten, aber sie schafften es doch bis zum Haus.
Sie waren fast da, als Lena ihr Sportzeug verlor. Laura erschreckte sich und guckte zu Lena. In diesem Moment öffnete sich die Tür und diesmal erschraken alle beide und blieben wie angewurzelt stehen. Niemand war zu sehen. Als Lena einen Schritt nach vorne machte, um in die gleiche Höhe wie Laura zu kommen, gingen beide in die Gruselvilla.
Da hörten sie unregelmäßige Schritte auf sich zukommen. Lena und Laura umklammerten sich wegen der Schritte, aber auch wegen des Totenkopfes, der neben ihnen lag.
Aber was war das ?
Die Schritte machten auf einmal kehrt und nochmal kehrt und dann immer so weiter. Es war eine komische Gestalt, die aussah wie eine Eule. Es war die Eule, die die Schritte gemacht hatte. Lena und Laura beruhigten sich. Aber auch nur eine Sekunde, weil sie auf einmal noch eine unangenehme Sache bemerkten. Ihnen wurde kalt und es fühlte sich so an, als wenn jemand durch sie hindurch gehen würde. Lena und Laura gingen schnell weiter um der Kälte zu entfliehen.
Doch da sahen sie ein eingerolltes und zerknittertes Stück Papier. Laura versuchte, das Papier zu greifen, jetzt hielt es Laura in der Hand. Lena fragte: " Was ist das ?" Laura antwortete: "Ein Plan."- "Nein, das ist eine Schatzkarte", korrigierte sie Laura. Sie beschlossen, sich auf die Suche nach dem Schatz zu machen.

Zuerst gingen sie eine lange Wendeltreppe hoch, wo an den Seiten Fackeln hingen. Das Schlimme war, das die Fackeln brannten, obwohl da niemand wohnte. Das machte Lena und Laura Angst, aber sie gingen weiter. Nun schauten sie wieder auf die Karte und darauf stand, dass sie jetzt einem langen und schmalen Gang bis zu einer Treppe folgen sollten. Auf dem Weg zu der Treppe begegneten sie einer sprechenden Rüstung und einem Bild, wo der Mann mal da war und dann mal wieder nicht.
Doch jetzt waren sie da. Sie stolperten die Treppe hoch bis zu einer Tür, durch die sie mussten. Der Raum, in dem sie standen, war staubig und schmutzig und ziemlich erschreckend war, dass an der Decke Fledermäuse hingen. Als Lena auf ein Brett trat, wachten die Fledermäuse auf und gingen sofort auf die beiden los, weil sie den Schatz beschützen sollten.Lena und Laura verteidigten sich so lange, bis die Fledermäuse alle weggeflogen waren. Im ersten Momen wussten sie nicht, warum sie in diesen Raum geführt worden waren, aber jetzt hatte Lena etwas gefunden nämlich eine kleine Tür, die voll mit Spinnengeweben war. Sie kletterten durch die Tür und trauten ihren Augen kaum. Vor ihnen waren Berge aus Gold. Sie packten soviel ein, wie sie nur tragen konnten und liefen aus der Villa raus. Sie rannten sofort nach Hause und zeigten das Gold. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schüppen sie noch heute Gold.