Meine Vamperl - Geschichte

von Irina Krützner, Klasse 3

Frau Lizzi war zur Kur gewesen, weil sie Probleme mit den Gelenken hatte. Als sie wieder zurückkam, fand sie ihre Wohnung als einen Saustall vor. Deshalb machte sie eine Frühjahrsputz. Nachdem Frau Lizzi fertig war, entdeckte sie in der Küche ein winziges Spinnennetz. Sie sagte: "Also, du gehörst nicht in die Küche, ich werde dich auf die Straße oder in den Garten legen." Frau Lizzi staunte nicht schlecht, als sie einen kleinen Vampir mitten in dem Spinnennetz liegen sah. Sie ging einkaufen und kam nach einiger Zeit mit einer Puppenflasche, einer Tüte Milch und einem Kistchen, in dem Seidenpapier war, zurück.
Vamperl wachte auf und fing an, an der Puppenflasche zu saugen. Frau Lizzi wusste nicht, dass Vamperl den Leuten das Gift aus der Galle saugte, bis sie wieder lieb waren.
Eines Tages ist Vamperl aus dem Fenster in die Stadt geflogen. Dort hat er Gift gesaugt, bis er nicht mehr fliegen konnte. Frau Lizzi war sehr wütend und schimpfte Vamperl richtig aus, aber er mochte sie immer noch.
Einmal sah Vamperl, wie ein kleiner Junge geschlagen wurde. Sofort schoss er auf sein Ziel zu und hat die Frau mit seinen spitzen Vampirzähnen gebissen. Er blieb aber mit seinen zarten Flügeln hängen. Wütend und auch ein bisschen verzweifelt suchte Frau Lizzi nach Vamperl, fand ihn aber nicht.
Am nächsten Tag suchte sie überall, konnte ihn aber, wie am Tag zuvor, nicht finden. Wer konnte auch ahnen, dass Vamperl bei einer Familie war, die nur aus Afrikanern bestand und dass Vamperl nicht verstand, was sie sagten?
Am dritten Tag flog Vamperl wieder in die Stadt, um nach Frau Lizzi zu suchen. Nach langem Umherirren fand er Frau Lizzis Haus. Frau Lizzi war glücklich, dass Vamperl wieder da war. Frau Lizzi sagte: "Wenn du Gift brauchst, um zu überleben, dann darfst du in der Stadt saugen."
Da nickte Vamperl und war auch glücklich.