Projekt MährenFurt

Zukunftsbaustelle an der mittleren Emscher:

Das Kunstprojekt MährenFurt

Kunstwirken Off Art made in Emscher Valley Kunstfurt MährenFurt


Das Projekt fand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft
und dem Atelier Das Gelbe Haus in Recklinghausen statt.

Die Jokoos werden gestaltet!

 

Im Rahmen des Projektes "MährenFurt" haben die Kinder, Eltern und Lehrer aller Klassen am Donnerstag, den 15.02.2007 von 8.00 bis 11.35 Uhr uferverbindende Skulpturen, die Jokoos gestaltet.

Das Projekt entwickelt sich bei der Renaturierung der Emscher und stellt ein vielschichtiges Kunstprojekt im mittleren Emschertal dar:

Das gemeinsame Gestalten des Kunst-Überganges "MährenFurt", einer fünfpfadigen Skulptur über den Fluss direkt hinter unserer Schule, soll Zukünftiges in die Gegenwart holen.

Im vergangenen Schuljahr haben sich bereits Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit diesem Projekt befasst und Entwürfe erstellt. Die Kinder- und Jugendparlamente der Städte Herne und Recklinghausen sind ebenfalls eingebunden.

Das gemeinsame Gestalten zusammen mit dem federführenden Künstler Reiner Kaufmann vom Atelier "Das Gelbe Haus" am Donnerstag stellt einen weiteren wichtigen Punkt in diesem Projekt, das generationenübergreifend mit Blick in die Zukunft ausgerichtet ist, dar. In einem demnächst erfolgenden Schritt werden mehrere Generationen mit Autoren und Künstlern eine Aktion in unserer Schule durchführen.



  Der Werdegang der Jokoos an unserer Schule wird durch die Fotos in dieser Spalte recht deutlich:
Was sind Jokoos ?
Jokoos sind symbolhafte Begegnungspferde, eine neu entdeckte Art der Gattung Hippo, erstmals gesichtet an der MährenFurt im Februar 2007, in der Nähe des Pantrings Hofs am Südufer der Emscher.

"Jokoo" bedeutet wörtlich übersetzt aus der Nationalsprache des Senegals Wolof: "Von Angesicht zu Angesicht "

Jokoos sind künstlerisch Verwandte der Nanas, gebürtig aus dem Neuen Emschertal.
Nanas sind bunte Tripmadams von Niki de Saint Phalle - von Kindern und Erwachsenen nachgeahmt, weltweit.

Die Evolution der Jokoos: Wie die Jokoos in das Neue Emschertal kamen....

März bis Mai 2006:
Experimentier-Werkstätten und Studien-Arbeit im Atelier Das Gelbe Haus mit Mitgliedern der Kinder- und Jugendparlamente (KiJuPa) der Städte Herne und Recklinghausen sowie in der Herner Grundschule Pantrings Hof (Klasse 4).
Aufgabenstellung: Die Zukunft im Emschertal, das Neue Emschertal/ Fantasie-Entwürfe (Zeichnungen auf Papier, max. DIN A3 ) zum Thema: Pferd als Symbol für Natur - Mensch - Zivilisation.

Mai 2006:
Eine Sammlung von Entwürfen mit über 50 Exemplaren steht als Grundlage für eine experimentelle Konkretisierung eines Figurenmodells für den Zukunfts- und Fantasiepfad zur Verfügung.

Weiterarbeit an Entwürfen für die Städtepfade Herne und Recklinghausen:
"Winny the first one" (Wettbewerbs-Logo, entwickelt aus einen Entwurf der Sammlung) soll als Promotor für einen Entwürfe- Wettbewerb in den Schulen der Städte werben/ Start nach den Beginn des neuen Schuljahrs 2006/´07 (im Oktober/ November nach der Installation des Experimentierpfades über die Emscher).
Es war nicht sinnvoll das Projekt Entwurfwettbewerb für den Städtepfad vor der Installation des Experimentierpfades zu starten.

Juli 2006:
Experimentierwerkstatt für figürliche Gestaltung mit interdisziplinärem Ansatz zur Beantwortung der Fragen: statische Belastung, Standzeit, Reproduzierbarkeit bei Vandalismus, Materialauswahl und Diskussion der Auswahlkriterien im Restaurierungsatelier 'Die Schmiede' GmbH, Duisburg.
Teilnehmer: Der Projektkünstler, ein Dipl. Restaurator FR: Moderne Skulpturen/ Metall, Anrainer aus der Siedlung Mährenfurt und Mitglieder des Künstlerkreises der MitarbeiterInnen der Emschergenossenschaft.
Entwurfauswahl aus der Entwurfsammlung per Gruppendiskussion anhand von Kriterien wie bildhauerische Umsetzbarkeit, ästhetische Wirkung am Standort, thematische Aussagekraft u.a. Entscheidung: Entwurf "Pferd von hinten".
Arbeitsergebnis: Figurenentwurf/ Gruppenarbeit (unvollendet), Konzeption für die materielle Umsetzung für die Figuren der Skulptur "MährenFurt".
Eine künstlerische Interpretation des Entwurfs "Pferd von hinten " von Reiner Kaufmann, ein figürlicher Entwurf: Das Allwelt-Pferd (Pegasus globalica) "Globy", das Hippo von den Enden der Welt, das VierWinde Ross als Figur für die Mitte, in der Mitte der Emscher für die Skulptur MährenFurt.
Eine Hommage an die Globalität, die Vielheit und kulturelle Vielfalt unserer Erde, die EineWelt und an eine Miniatur davon: das Neuen Emschertal.

Ab Juli 2006:
Die Adventszeit des Kunstprojektes MährenFurt: Der scheinbare Stillstand. 6 Monate Brückenzeit

Das Begehren der unteren Wasserbehörden: Regierungspräsidium Arnsberg (Stadt Herne) und Regierungspräsidium Münster (Kreis Recklinghausen) auf wasserrechtliche Genehmigung zur Erstellung des Bauwerks (Kunstwerks) MährenFurt.
Die Grenze der Regierungsbezirke liegt am Standort der Skulptur MährenFurt in der Mitte der Emscher.
Das Errichten von Denkmale, Grabmale und Skulpturen/Kunstwerke im Öffentlichen Raum und auf privaten Grundstücken ist nach der Bauordnung NRW genehmigungsfrei

Im September, anlässlich der Emscher KunstTage 2006 am Emscherweg, am Standort der Skulptur: die "Kunstbaustelle MährenFurt" in der Sieldung 'In der MährenFurt' und an der Grundschule Pantrings Hof: die Märchen-Ballade vom ersten Wildpferd im Emscherbruch von "Duo Inspiration" inszeniert und vorgetragen.

 


Mitte Dezember 2006: die wasserrechtliche Genehmigung für das Kunstwerk Skulptur MährenFurt als Bauwerk liegt vor.
Mitte Januar 2007: der Experimentierpfad über die Emscher, der Mittelpfad der Skulptur, ist antragsgerecht installiert.

Februar 2007:
Die Wiege der Jokoos:
Zum Wiedereinstieg in den künstlerisch gestalterischen Prozess - erst nach der Installation des Experimentierpfades sinnvoll - wurde in der Grundschule Pantrings Hof Mitte und Ende Feburar 2007 je ein Kunstprojekttag "MährenFurt" mit allen Schülern, den Lehren und Eltern durchgeführt. Diese Kunstprojekttage sind sozusagen die Wiege der Jokoos. Es entstanden 15 Figuren nach dem Entwurf "Pferd von hinten" und eine künstlerische Interpretation und figürliche gestalterische Umsetzung mit pädagogischem Ansatz von Reiner Kaufmann: "Begegnungspferde" (gestaltet im Sandwichverfahren, auch für Erstklässler eignet).
Die Schule hat Kunstprojekterfahrung mit Nanas. Die Prägung des Begriffes 'Jokoos' geht auf Abbasse So zurück, Mensch der EinenWelt mit dem Ruhrgebiet als "Auch-Heimat" und dem Sengal als "Auch-Wieder-Heimat", Künstler und Dipl. Ökonom, lebt in Dortmund und Dakar, ist Gründer des Jokoo-KompetenzZentrums für Remigration in M'Bour, Senegal, ist Mitinitiator des Brückenschlag-Netzwerkes Jokoo "Im Jetzt initativ" Ruhrgebiet/ Senegal.
Der Kontakt und eine Kooperation entstanden durch die Emscher KunstTage 2006 über das Kulturzentrum AGORA. Die künstlerisch kreative Verknotung für das KunstKommunikations-Projekt MährenFurt war für Reiner Kaufmann intuitiv naheliegend.
Die Kinder, die SchülerInnen der Grundschule Pantrings Hof haben den Begriff 'Jokoos' durch Begeisterung geadelt, die Jokkos sind erfreulicherweise so zur Wiedereinstiegs-Energie für das Projekt MährenFurt geworden.